
Circutor stellte die Projekte PVing CHARGE und ECOASIS vor, zwei Lösungen zur Behebung von Ladeschwierigkeiten bei Elektrofahrzeugen. Mehr als 100 Gäste waren bei der Eröffnungsfeier dieser beiden innovativen Einrichtungen am Sitz in Viladecavalls anwesend.
Der Tag begann mit einer Begrüßung durch Joan Comellas, CEO von Circutor, der sich bei den Anwesenden für ihr Erscheinen an einem so wichtigen Tag bedankte, an dem Lösungen für die neuen Herausforderungen in der aktuellen Situation der Elektromobilität vorgestellt wurden. „Die Elektromobilität ist im Wachstum begriffen und überwindet Hindernisse. Dabei bewegen sich alle Länder mit gleichartigen Herausforderungen auf ein ähnliches Modell zu. Von den Fahrzeugherstellern wurde die Entscheidung getroffen, sich auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Dabei gibt es höchstwahrscheinlich keine Umkehr mehr.“ Joan Comellas wies darauf hin, wie wichtig es ist, auf eine solche Situation vorbereitet zu sein: „Der Ausbau der Infrastruktur zum Aufladen von Elektrofahrzeugen muss erheblich beschleunigt werden, wenn ernsthafte Verkehrsprobleme vermieden werden sollen. Circutor nimmt diese Herausforderung an.“

Joan Brossa, Leiter der Abteilung Erneuerbaren Energien bei Circutor, stellte das Projekt PVing CHARGE vor, eine Lademöglichkeit durch die Nutzung von Vordächern mit Sonnenkollektoren und Energiespeicherung. Bei diesem Konzept kommt ein Solardach mit Batterieunterstützung zum Einsatz, das vollständig durch Photovoltaik gespeist wird. Dadurch kann dank der flexiblen und anpassungsfähigen Speicherung von Lithiumbatterien zu jeder Tageszeit ein maximaler Beitrag zum Aufladen geleistet werden. Die Anlage beeinflusst den Strombedarf des einzelnen Kunden nicht, lässt sogar den Netzbedarf flexibler werden. Nicht nur die Witterungseinflüsse auf parkende Fahrzeuge werden verhindert, die eigene Struktur wird während der Sonnenstunden auch zur Erzeugung von Photovoltaikstrom genutzt. Dadurch lässt sich ferner auch der vom Stromnetz benötigte Verbrauch verringern und damit auch die monatliche Stromrechnung.

Alfonso Collado, Leiter für Innovation bei Circutor, stellte ein weiteres großes Projekt des Unternehmens vor - ECOASIS ein neues bahnbrechendes Konzept von Circutor das ermöglicht, überall auf der Welt, Stellen mit Lademöglichkeit für Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge ohne Anschluss an das Stromnetz zu bauen. „ECOASIS eröffnet tausende Möglichkeiten. Es ist ein sehr innovatives Projekt. Bisher wurde Energie gleichzeitig zur Erzeugung verbraucht. Genau darin besteht der Paradigmenwechsel. Anhand von ECOASIS wird Strom erzeugt, wenn dieser verfügbar ist und verbraucht, wenn Bedarf besteht”, erläutert Alfonso Collado.
Die Stromversorgung erfolgt aus erneuerbaren Energiequellen, die sich an der Ladestelle selbst oder in ihrer unmittelbaren Nähe befinden, u. a. Solarmodule, Windenergie, Wasserstoffbatterien, Geothermie und Wasserenergie. „Stromversorgungssysteme arbeiten wie kommunizierende Gefäße. Je nach Bedarf lässt sich Energie von der Wasserstoffbatterie auf die Lithiumbatterie und umgekehrt übertragen.“
Der Leiter für Innovation bei Circutor unterstrich die Bedeutung des neuen Projekts: „Das Modell ECOASIS ermöglicht es, künftigen Generationen, eine weniger verschmutzte Umwelt zu hinterlassen. Bisher hinterließ jede Generation der nächsten eine stärker kontaminierte Umwelt.“
Zur Veranschaulichung der Bedeutung beider Projekte, stellte Top Cable, einer der größten Elektrokabelhersteller Europas mit Sitz in Rubí, seine Erfolgsgeschichte mithilfe des Einsatzes von PVing CHARGE, vor. Bei der durch ein Solardach betriebenen Ladestellen für das Werk handelt es sich um die größte ganz Europas. „Wir zogen eine Ladestation in Betracht. In unserer Region befinden sich viele ungenutzte Parkbereiche, die nur dem Abstellen von Fahrzeugen dienten. Wir sahen die Möglichkeit, diesen Platz zur Stromerzeugung zu nutzen,“ so Manel Milà, CEO von Top Cable. „Die Zukunft wird elektrisch sein oder nicht kommen,” urteilt er und betont damit die Notwendigkeit einer effizienteren Energiewende.

Im Anschluss fand eine Gesprächsrunde über die Schlüsselfaktoren für eine beschleunigte Elektrifizierung der Mobilität statt unter der Leitung von Isabel del Olmo, Leiterin der Abteilung für nachhaltige Mobilität, mit Assumpta Farran, Generaldirektorin für Energie der Generalitat de Catalunya, Alejandro Valdovinos, Leiter für institutionelle Beziehungen von CIRCUTOR, Josep Casas, Leiter des Amtes für Energiewende der CECOT und Francesc Ribera, Geschäftsführer von CEEC, Clúster de l’Energia Eficient und moderiert von Pere Soria, Leiter für Geschäftsentwicklung im Bereich der Erneuerbare Energien von Circutor. An diesem Runden Tisches betonte Alejandro Valdovinos, dass „eine landesweite Strategie zur Förderung der Elektromobilität erforderlich sei.“ Alle künftigen Richtlinien und Verordnungen bringen technische Anforderungen mit sich und wir müssen darauf vorbereitet sein, uns diesen zu stellen.“ In dieser Hinsicht wurde bei Circutor das gesamte Sortiment an Elektroladegeräten erneuert. Josep Casas verweist darauf, dass „der Hebel für den Einstieg in erneuerbare Energien Einsparungen waren“, aber, dass „sich derzeit die Motivation geändert habe und nun versucht werde, den Dekarbonisierungsvorgang zu unterstützen.“ „Wichtig ist, dass alle Beteiligten nach Lösungen suchen, um die Dekarbonisierung und den Übergang zur Elektromobilität zu erleichtern.“ Isabel del Olmo rief dazu auf, „ehrgeizig zu sein und Ziele zu setzen, denn nur mit gemeinsamer öffentlicher und privater Zusammenarbeit werde man dorthin gelangen.“ Assumpta Ferran ihrerseits erklärte unmissverständlich: „Die Zukunft der Straße ist elektrisch - einzig elektrisch.“

Zum Abschluss der Debatte am Runden Tisch wurden die beiden Projekte den Anwesenden vorgestellt. Isabel del Olmo, Leiterin der Abteilung Nachhaltige Mobilität, Assumpta Farran, Generaldirektorin für Energie der Generalitat de Catalunya, und Ramón Comellas, Vorsitzender von Circutor, eröffneten die Einrichtung mit dem feierlichen Durchschneiden eines Bandes.
GESCHRIEBEN VON CIRCUTOR